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Buffalo Trace Distillery

Buffalo Trace Distillery

„Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“ soll der große Sinfoniker Gustav Mahler gesagt haben.

Ob man das in der von Feuersbrünsten gebeutelten und doch der Tradition verpflichteten Destillerie BuffaloTrace auch so sehen würde wissen wir nicht. Der Komponist mag wohl in Frankfurt gewesen sein, seinen Fuß auf den Büffelpfad in Frankfort am Kentucky River, dem Great Buffalo Trace, wird er wohl nie gesetzt haben.

 Hier siedelten lange vor seiner Zeit 1775 die frühen Pioniere. Sie zogen durch die raue Ödnis in neues Land, zu neuen Abenteuern und neuer Freiheit.

 Brände, schwer zu bekämpfende Feuer, waren dabei eine große Herausforderung. Ihnen stellten sich auch die Begründer der Destillerie Buffalo Trace, die neben Naturkatastrophen auch die Prohibition überlebte. Hier wird mit einem, die Zeiten überdauernden Engagement, die Vergangenheit geachtet und zugleich furchtlos Erneuerung für die Zukunft betrieben. Auf diese Weise hat die Destillerie mehr als zwei Jahrhunderte erfolgreich überdauert.

Ganz gleich welche Herausforderung - Mutter Natur oder die Menschen - die Mitarbeiter der Brennerei waren Teil der Geschichte, die Amerika ebenso wie die Spirituosenbranche geprägt hat.

In ständigem Streben wird in Frankfort die Tradition in Ehren gehalten - einer der Gründe warum unserem Master of Tasting Eugen Kasparek gerade diese Destillerie so am Herzen liegt.

 „In keiner anderen Destillerie sind die Mitarbeiter so nett und freundlich wie bei Buffalo Trace. Mich beeindrucken die unterschiedlichen Brands, wie zum Beispiel Blantons und die Antique Collection. Alle  Abfüllungen werden noch von Hand gelabelt und verpackt. Diese Destillerie mit den meisten Premium-Destillaten, ist für mich eine der wichtigsten in Amerika“, schwärmte er nach seinem Besuch.

 Und er ist mit seiner Meinung nicht allein: Mit mehr als 300 Auszeichnungen und Preisen, gilt die Buffalo Trace Distillery derzeit als die Brennerei mit den meisten Auszeichnungen weltweit.

 Das stolze Erbe des mächtigen Büffels sowie die Individualität und der Pioniergeist der ersten Amerikaner finden sich wieder im Buffalo Trace Kentucky Straight Bourbon Whiskey – dem besten Bourbon der in der Buffalo Trace Destillerie produziert wird. Die 1999 ausschließlich in Kentucky eingeführte Marke ist das Aushängeschild der Brennerei und wurde nach den alten Zugwegen der Büffel benannt. Kleine Batches, von Hand hergestellt, 40 % Vol.

 Komplexes Aroma aus Vanille, Minze und Melasse. Angenehm süßer Geschmack mit Noten von Rohrzucker und Gewürzen und einem Nachklang aus Eiche, Karamell, dunklen Früchten und Anis.

Dieser Whiskey hat einen langen, weichen Abgang mit echter Tiefe.

 

Die putzigste Destillerie Schottlands

Die putzigste Destillerie Schottlands

Es ist doch schon einige Jahre her fällt mir auf - auf dem Flat-Screen im Wartebereich des Flughafens lief gerade die Verhaftung von Dominique Strauss-Kahn – als der Master of Tasting und ich zu einer Wanderreise ins schöne Speysidegebiet nach Schottland  aufbrachen. Diesmal sollte nicht mit dem Auto herumgereist sondern in Wanderstiefeln umhergestapft werden. Dazu muss man wissen: wir sind nicht gerade das was man ideale Wanderpartner nennen könnte. Eugen redet gern und bewundert die Landschaft wohingegen ich im Stechschritt durch die Gegend renne, fest entschlossen und ungeachtet aller Blasen und Blessuren so viele Kilometer wie möglich zu machen. Aber ein gewisser Motor trieb uns doch gleichermaßen an: Die Vorfreude auf den Whisky am Wanderziel. Wie unglaublich gut doch diese Belohnung nach einer Bergüberquerung schmeckt! Wenn die Socken qualmen und der Rücken schmerzt erkennt man den vielgepriesenen medizinischen Effekt des Lebenswassers erst in all seinem Facettenreichtum.

Ganz besonders begeistert am Ziel zu sein waren wir aus verschiedenen Gründen bei unserem Einzug in Edradour. Zum einen hatten wir uns nämlich verlaufen und waren auf der Wanderung zwischenzeitlich ein wenig aneinandergeraten und müde. Daher waren wir geradezu euphorisch, endlich am richtigen Ort zu sein. Zum anderen war dieses Ziel aber auch wirklich allzu reizend. Auf dem Gelände der kleinsten Destillerie Schottlands sieht es wirklich haargenau so aus, wie auf der Vignette des Etiketts der Flaschen.

Drei freundliche Männer empfingen uns, die zwar nicht Dame spielten, aber dennoch alle Zeit der Welt hatten. Und vor allem ein paar feine Probierschlückchen für die Wandersleute - unter anderem eine Probebohrung aus einem jungen Fass des stark getorften Ballechin, der geschmacklich in einem tollen Gegensatz zu dem sanft-malzigen Edradour stand.

Die Dankbarkeit hatte an diesem Tag gleich zwei Vornamen: Eugen und Eva.

An all das musste ich unlängst denken. Als ich die neuen Abfüllungen aus dem Hause Edradour auspackte – Ballechin, heavily peated, im Oloroso Sherry Fass oder im Bourbon Fass gereift – inzwischen gibt es schon die zwölf Jahre alte Variante.

Kinder, wie die Zeit vergeht.

 

Der Bourbon mit dem hochroten Kopf

Der Bourbon mit dem hochroten Kopf

Neulich war unser Master of Tasting, Eugen Kasparek einmal zu Besuch bei in der Burks Spring Road in Loretto, Kentucky, bei Maker’s Mark, der ältesten Bourbon-Destillerie der Welt. Beinahe wäre er dort geblieben, so freundlich wurde er vom Distiller Greg Davis und seinen Mitarbeitern empfangen. Gemütlich geht es im hauseigenen Museum zu, Eugen hätte sich nicht gewundert, wenn ihm Rhett Butler höchst persönlich an der Bar, vor der floralen Tapete, einen hauseigenen Bourbon eingeschenkt hätte – obwohl er vermutlich lieber neben Scarlett O’Hara auf dem Hocker gehockt hätte.

Nach einem Gang durch die Historie folgte dann das Update: Eine Firmenbesichtigung, während der die moderne Produktion von Maker’s Mark bestaunt wurde. Blitzblanke Kupfer-Stills, eine Sauberkeit und Ordnung, die unseren Master of Tasting – seines Zeichens ein Ordnungsfanatiker - tief beeindruckte. „Jedes Still hat seine eigene Persönlichkeit“ behauptete Davis, der seine Brennblasen gern schon einmal so zärtlich wie einen gutmütigen Bernhardiner streichelt.

Wie hübsch hier alles aussah! Die Mitarbeiter, das Interieur und der Schriftzug, alles Rot in Rot. Und dann haben sie Eugen auch noch zum Arbeiten bekommen. Die roten Wachsköpfchen der Flaschen werden nämlich von Hand getaucht. Und das sollte der Besuch aus Berlin nun auch einmal ausprobieren. Schwups, Schutzbrille auf (es hätte ja wer weiß was passieren können, mit dem heißen Wachs. Wir waren schließlich in Amerika, dem Land der Schadensersatzansprüche in Millionenhöhe) und schon wurde losgetaucht.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Das ließ nicht lange auf sich warten.

Denn jetzt durfte verkostet werden - der neue Maker’s 46.

Das Besondere an diesem neuen Destillat ist der ausgeprägte Eichenholzton, der durch die im Fass extra eingezogenen Eichenholzstäbe, den sogenannten „Staves“, entsteht.

Eugen war begeistert.

An all das erinnerte er sich, als er gestern ein großes Paket mit besagtem Maker’s 46 und natürlich auch sogleich eine Flasche öffnete.

Weich, rund, sanft mit angenehmen Holzaromen.

Nix da, vom Winde verweht – hier ist er, der sanfte Verführer und wartet auf Euch.  

Die Kilchoman Tour - Station bei Whisky & Cigars

Die Kilchoman Tour - Station bei Whisky & Cigars

Endlich geht es nach den Jahren 2014, 2015 und 2018 wieder mit dem Kilchoman Landrover durch Europa, um eine Auswahl der preisgekrönten Single Malt Whiskys vorzustellen. Die Tour startete am 16. April in Luxemburg, führt durch 12 Länder und hält an 51 Stationen bei exklusiv ausgesuchten Fachhändlern und namhaften Bars. Am 26. Mai 2023 endet sie zum Fèis Ìle Festival auf der Isle of Islay.

Am 29. April 2023 hatte Whisky & Cigars die Ehre, das Kilchoman Team bei sich begrüßen zu dürfen. Der Kofferraum des Land Rover war randvoll bepackt: Extra für diese Tour wurde eine Limited Edition mit gerade einmal 3.325 Flaschen produziert - das „Kilchoman 2023 European Tour Bottling“. Der Single Malt Whisky wurde in Bourbon- und Portweinfässern ohne Farbstoffe und Kühlfiltrierung mit 58,5 % Volumen abgefüllt. Trotz widrigster Umstände durch einen Unfall traf das Kilchoman-Team wohlbehalten mit einem Ersatzwagen in Berlin ein. 

Es war ein großartiges Tasting mit zahlreichen Gästen und Fans der Destillerie, den Kilchomanias, der Export Sales & Marketing Managerin Carol-Ann MacTaggert mit Chleo Wood von Peter Wills Team und nicht zuletzt dem Master of Tasting Eugen Kasparek. Mucksmäuschenstill und konzentriert verfolgten alle Anwesenden die direkte Liveschaltung zur Brennerei. Der Rundgang durch die Destillerie und das Interview mit dem Distillery Manager von Kilchoman, Robin Bignal, waren sicher die Höhepunkte dieses Stopps der European Tour. 

Nach intensiver Verkostung und ein, zwei Gläschen mehr verließen unsere Gäste in guter Stimmung die Veranstaltung - nicht wenige auch mit einer Flasche Kilchoman 2023 European Tour und einem passenden T-Shirt im Gepäck. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten und bei der Kilchoman Distillery!

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